Schon mal einen Sonnenbrand gehabt nach dem Weihnachtskarten basteln? Nein? Dann bestimmt weil Weihnachten auf der Nordhalbkugel normalerweise mit Schnee und Kälte verbunden ist und ich hier im Garten in kurzen Hosen in der Sonne lag und mich weigern wollte mir, wärend ich Sterne und Rentiere ausschneide, auch noch den Nacken einzucremen. Das gehört einfach irgendwie nicht zusammen... ist klar dass meine Weihnachtsstimmung um den 24. Dezember rum gleich Null lag, da halfen auch die kleinen Plastik Tannenbäumchen und die übertrieben blinkenden Lichterketten nicht, die hier wirklich in jedem Fenster hingen und bei deren Anblick ich mit schwerem Herzen an unsere guten alten Kerzen aus Wachs denken musste, die einfach ein so viel schöneres Licht verbreiten. Aber was solls, hier sind eben Blinkelichterketten in Mode, da musste ich mich halt dran gewöhnen. Zum Trost gönnte ich mir eine Schachtel Lebkuchen und Zimtsterne, extra aus Deutschland importiert, die ich hier im Supermarkt gefunden hatten und mir zumindest für einen Augenblick die Illusion von Weihnachtsmarkt mit Glühwein und Gebrannten Mandeln gaben.
Tjaa die Weihnachtszeit ist in Deutschland schon schön, keine Frage, aber am Ende habe ich auch das chilenische Weihnachten lieben gelernt.
Und nach 12 ging das Chaos dann erst richtig los, ich war etwas überfordert als sich 25 Leute gleichzeitig auf den kleinen Weihnachtsbaum stürzten um Geschenke zu verteilen und selbst aufzumachen, sich zu umarmen und zu bedanken und das alles gleichzeitig. Aber bei der ausgelassenen Stimmung, Grossmütter mit ihren Töchtern im Arm und die Enkelkinder mit den neuen Spielsachen auf dem Boden zwischen all dem Troubel spielend- da kann man sich nur wohl fühlen! Für mich gab es sogar auch Geschenke, einen wunderschönen Schafsfell- Poncho, eine Bluse und eine Laptophülle aus Peru (haha, ich weiss, doof nur dass ich keinen Laptop mehr habe) und als Nachts um 3 dann der letzte Besucher das Haus verliess und wir müde ins Bett fielen war mir dann endgültig klar dass Weihnachten hier wirklich nicht langweilig ist.Den nächsten Tag verbrachten wir dann alle gemeinsam am Strand des Llanquihue Sees und - na, Überraschung?- es wurde gegrillt. Der 25. wurde dann gemütlicher gefeiert, Grillen, Slacklinen, Sonnenbaden, mit den Kleinen spielen, Kuchen essen, Unterhalten... da hat das Sommerwetter doch seine Vorteile :)
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| Silvester mit der Familie (Wer findet mich? :D) |
Und Silvester? Also das Beste an Silvester fehlte schon mal: Kein Feuerwerk. Oder zumindest kein eigenes, es gibt ein Feuerwerk von der Stadt aus, aber Böller sind nicht zu kaufen. Egal, braucht man nicht unbedingt denn dafür habe ich andere Bräuche kennengelernt... Wir trafen uns wieder mit der Familie, diesmal im Haus eines Verwandten und es gab wieder unglaublich viel und leckeres Essen zu dem sich die gesamte Familie um einen langen Tisch versammelte... Silvester ist hier nämlich genauso ein Familienfest wie Weihnachten und Mitternacht wird nicht unter Freunden sondern im familiären Kreise verbracht. Um 12 gab es dann die Neujahrsumarmung und Glückwünsche fürs neue Jahr und jeder bekam einen Champagner eingeschenkt- mit 12 Weintrauben darin, eine für jeden Monat, die man essen sollte und sich dabei etwas wünschen. Gegen halb 2 ging dann die Fiesta los, die Jugend auf die Strassen, in die Discos, bis morgens um 10.
Und am nächsten Tag das Beste gegen den Kater: Grillen mit der Familie :D
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| Mit Gastmami und Gastbruder :) |















