Samstag, 23. November 2013

Cangrejostyle am Strand von Metri und empanadas de camarón

Metri- ein wunderschöner Strand ganz in der Nähe von Puerto Montt
Schon schmeckt man die Sonnencreme auf der Haut, die vom Sommer in Deutschland noch leicht gebräunt ist, das Salz in den Haaren, die Wärme im Nacken. Auch wenn der Süden Chiles um diese Zeit noch nicht mit Hitze lockt (falls er das jemals tun wird, man sagt mir nur ich solle mir keine allzu grossen Hoffnungen machen) und der Pulli noch oben auf der Tasche liegt gibt es jene Tage, die mit verheissungsvoller Wärme zum Strand rufen. Das klare Wasser, auf dem sich die strahlende Sonne spiegelt, ist nicht wirklich kalt und der Sand über und über von Muscheln bedeckt. 





Hier gibt es keine Touristen, nur einige Fischer, die sich mit wettergegerbtem Gesicht über ihre Boote beugen um den Lack zu prüfen und Kletterer, die sich an den Felsen am Strand versuchen und die Sonne beim Bouldern geniessen. Ich finde natürlich auch einige Krebse, die sich unter Steinen versteckt halten und in ihrer Mittagsruhe gestört werden um abgelichtet zu werden. Da ich die kleinen unschuldigen Geschöpfe nicht besonders mag werde ich natürlich sofort damit aufgezogen- wir sind hier schliesslich in Chile, da gehören Krebse zum Alltag- und ab sofort wird nur noch mit klappernden Scheeren seitwärts gelaufen- Cangrejostyle statt Gangnamstyle-und schon ist ein neuer Tanz erfunden. Damit soll ich in Deutschland die Clubs stürmen, naja ich weiss nicht aber ich werds versuchen :D


Cangrejostyle! :D
El cangrejo más peligroso... ein sehr
gefährlicher Krebs!





Nach ausgiebiger Muschelsuche, unangenehmen Bekanntschaften mit diversen Meerestieren (nicht meine Lieblingstiere), klettern und Fotoshession liege ich im Sand und höre den Wellen zu. Hier gibt es auch Ebbe und Flut, und das Meer zieht sich gerade langsam zurück und gibt noch mehr Muscheln frei. Zu den leisen Klängen von lateinamerikanischer Musik lässt es sich jedenfalls gut träumen, von Reisen um die Welt und Abenteuern. Und weiter träume ich in einem kleinen Cafe, in das wir auf dem Rückweg nach Puerto Montt einkehren um Empanadas de Camerón (Garnelen- Empanadas) zu essen, mit viel Käse, der einem flüssig und salzig die Hand runter läuft und sich mit dem Salz des Meeres auf der Haut vermischt. Blick auf das unendliche Meer, in dem frontal vor mir die Sonne versinkt und den Himmel rosa zu färben beginnt. Eine argentinische Frau mit einem deutschen Mann haben sich hier niedergelassen um ein kleines Cafe zu bewirtschaften, in dem auch selbstgemachte Marmeladen und Alpakafell- Schals angeboten werden...Chile zeigt sich von seiner multikulturellen Seite. Ich fühle mich in dem gemütlichen Ambiente sofort sehr wohl und werde beim nächsten Badetag am Strand von Metri sicher wieder hier vorbei kommen... und weiter träumen!




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